Funktionsweise im kalten Nahwärmenetz

1. Energiegewinnung: Die multiQ-Absorber nehmen Umweltwärme auf einem niedrigen Temperaturniveau (ca. 5 bis 20 °C) auf.

2. Verteilung: Diese Energie wird über eine Ringleitung (das kalte Nahwärmenetz) zu den einzelnen Gebäuden transportiert.

3. Veredelung: Dezentrale Wärmepumpen in den Gebäuden nutzen das Wasser des Netzes als Quelle und heben die Temperatur auf das für Heizung und Warmwasser benötigte Niveau an.

4. Kühlung: Im Sommer kann das System zur passiven Kühlung genutzt werden. Überschüssige Wärme wird aus den Gebäuden zurück in das Netz geleitet und zur Regeneration des Erdreichs oder des Eisspeichers genutzt. Weitere technische Details und Planungsunterlagen finden Sie direkt auf der Webseite von multiQ Energy Systems.

PVPanel mit Erdkollektoren

Weitere Möglichkeiten von kalten Nahwärmenetzen z.B. mit multiq sun unter Freiflächensolaranlagen, darunter bodennahe Geothermie unter der Erde.
Diese Kombination aus multiQ SUN unter Freiflächen-Photovoltaik (PV) und bodennaher Geothermie ist ein hocheffizientes Konzept für Kalte Nahwärmenetze (KNW). Es nutzt dieselbe Fläche doppelt und optimiert die Energiebilanz durch Synergieeffekte.

Das Konzept: Doppelte Ernte auf einer Fläche

1. Oben: Photovoltaik (Strom)
Die PV-Anlage liefert den Strom für die Wärmepumpen der angeschlossenen Haushalte.

2. Mitte: multiQ SUN (Luft-Solar-Absorber)
Direkt unter den PV-Modulen installiert, fängt multiQ SUN die Umgebungswärme und die Abstrahlwärme der PV-Module ein. Dies kühlt die Module (erhöht deren Wirkungsgrad) und liefert Niedertemperaturwärme für das Netz.

3. Unten: Bodennahe Geothermie (Speicher)
Erdkollektoren im Boden entziehen der Erde Energie und fungieren als saisonaler Speicher.


Synergie im Kalten Nahwärmenetz

Ein Kaltes Nahwärmenetz arbeitet mit ungedämmten Rohren bei Temperaturen zwischen -5°C und +25°C.

Die Kopplung mit multiQ bietet entscheidende Vorteile:

  • Regeneration des Erdreichs: Im Sommer liefert multiQ SUN massiv Wärme aus der Luft und Sonne. Diese wird nicht nur direkt genutzt, sondern in das Erdreich geleitet, um die geothermische Quelle „aufzuladen“. Das verhindert das Auskühlen des Bodens über die Jahre.
  • Höhere Quelltemperatur: Durch die Kombination der Quellen (Luft/Sonne + Erde) steht der Wärmepumpe beim Endverbraucher stets die jeweils wärmere Quelle zur Verfügung. Das steigert die Jahresarbeitszahl (JAZ) erheblich.
  • Passive Kühlung: Im Sommer kann die Kühle des Erdreichs über das Netz direkt in die Häuser geliefert werden („Natural Cooling“), während die multiQ-Absorber oben die Wärme für die Warmwasserbereitung sammeln.
Wimmelbild

Wirtschaftlichkeit und Platzersparnis

  • Flächeneffizienz: Da die Geothermie und die multiQ-Absorber unter der Freiflächen-PV liegen, wird kein zusätzliches Bauland verbraucht. Dies ist ideal für Kommunen oder Neubaugebiete.
  • Geringe Wärmeverluste: Da das Netz auf Umgebungstemperatur arbeitet, verliert es keine Energie an den Boden – im Gegenteil: Es nimmt oft sogar zusätzliche Wärme aus dem Erdreich auf.
  • Skalierbarkeit: multiQ-Systeme sind modular. Ein Netz kann klein beginnen und mit der Erweiterung der PV-Freifläche mitwachsen.

Fazit

Die Kombination macht das Kalte Nahwärmenetz zum „thermischen Akku“. multiQ SUN fungiert als aktiver Kollektor, während die Geothermie die Stabilität garantiert. Dies ist einer der ökologischsten Wege, ganze Quartiere dezentral und autark zu versorgen.